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 Betreff des Beitrags: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Di Dez 20, 2011 6:39 pm 
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Beiträge: 488
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Wollen wir mal Stimmung einklingen lassen...

http://www.youtube.com/watch?v=mnk0KjWx ... _embedded#! Die Amis :lol:

Ich wünsche Euch allen von Herzen eine merkliche Besserung Eurer Gesundheit und somit Eurer Lebensqualität ... auf dass Ihr bald unter den Erfolgsberichten seit.

Ich wünsche auch allen hier schöne entspannte Weihnachtstage

LG hope


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 Betreff des Beitrags: Re: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Di Dez 20, 2011 7:02 pm 
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Die Geschichte vom Lametta!

Weihnachten naht, das Fest der Feste-
Das Fest der Kinder- Fest der Gäste
Da geht es vorher hektisch zu...
von Früh bis Abend- keine Ruh-
Ein Hetzen, kaufen, proben, messen,
hat man auch niemanden vergessen....?

So ging’s mir- keine Ahnung habend-
vor ein paar Jahren- Heiligabend,
der zudem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Weib: „Tu dich nicht drücken,
du hast heut noch den Baum zu schmücken!“

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt-
den Baum gestutzt, gebohrt, gesägt,
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne,
zum Schluss--- ja Himmeldonnerwetta...!
Nirgends fand ich das Lametta!!!

Es wurde meiner Frau ganz heiß
und stotternd sprach sie: „Ja ich weiß,
im letzten Jahr war’s arg verschlissen-
drum ham wir`s damals weggeschmissen.
Und- in dem Trubel dieser Tage,
bei meiner Arbeit Hüh` und Plage-
vergaß ich neues zu besorgen,
ich wird was von den Nachbarn borgen!“

Die Nachbarn- links, rechts, drunter, drüber,
die hatten kein Lametta über.
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen.

„Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum – altdeutscher Stil,
weil... mir Lametta nicht gefiel...!“
Da gab es heulen, schluchzen, Tränen...
Und ich gab nach, den Schmerzfontänen:

„hört endlich auf mit dem Gezeta –
ihr kriegt `nen Baum – mit viel Lametta!“
Zwar konnt` ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm` die Silberstreifen --!
Doch grade, als ich sucht mein Messa –
Da las ich „Hengstenberg Mildessa“ ...
Es war die Sauerkrautkonserve...!
Ich kombinier mit Messers Schärfe:
„Hier liegt die Lösung eingebettet...
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!“

Schnell wurd der Deckel aufgedreht,...
Das Kraut gepresst, so gut es geht –
Zum trocknen einzeln aufgehängt,
und dann geföhnt, doch nichts versengt!!!
Die trocknen Streifen, sehr geblichen,
mit Silberbronze angestrichen ---
auf beiden Seiten: Silberkleid!
Oh, freue dich, du Christenheit!!!

Der Christbaum wurd einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehn.
Zwar roch`s süßsauer zur Bescherung:
Geruchlich gab`s `ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro- reinigte die Wände,
dazu noch Räucherkerz` und Myrthe –
der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und jedermann sprach still verwundert:
„Hier riechts nach technischem Jahrhundert!“

Ne Woche drauf!... ich saß gemütlich
Im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertags- Reste,
`s war wieder Sonntag – und Silvester.

Da sprach mei Weib: „Du weißt bescheid,
es kommen heut zur Abendzeit
Schulzens, Lehmanns und Herr Maier
Zu unserer Silvesterfeier.....
Wir werden leben wie die Fürsten –
`s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!“
-- ein schrei ertönt! Entsetzt sie schaut:
„Am Christbaum hängt mein Sauerkraut!“

„Vergessen, neues zu besorgen!
Ich werd` was von den Nachbarn borgen!“
Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber,
die hatten – leider keines über.
Da schauten wir uns an verdrossen:
„Die Läden sind ja auch geschlossen!“

Und so ward wieder ich der Retta,
nahm vom Baume das Lametta.
Mit Terpentin und mit bedacht
Hab` ich das Silber abgemacht
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert:
dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz,
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, das Ganze ich erhitzte,
das Kraut, es funkelte und blitzte.
Da konnt` ich nur nach oben flehn:
„Lass diesen Kelch vorüber gehen ...!

Als später dann das Kraut serviert,
ist auch noch folgendes passiert:
Die eine Dame musste niesen:
Da sah man aus dem Näschen sprießen
Tausend kleine Silbersterne...
„Mach`s noch einmal, ich seh` das gerne“
so rief man ringsum, hocherfreut ----
Die Dame wusste nicht bescheid!

Franziska Lehmann sprach zum Franz:
„Dein Goldzahn hat heut` Silberglanz!“
Und einer, der da musste mal,
der rief:“ Ich habe einen Silberstrahl....“

So gab’s nach dieser Krautmethode
Noch manche nette Episode.

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
„Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netta,
hätt`st du am Weihnachtsbaum Lametta!!“

Ich konnte da gequält nur lächeln
Und mir noch frische Luft zu fächeln.
Ich sprach – und klopfte ihm auf`s Jäckchen:
„Nächstes Jahr, kauf ich hundert Päckchen.“

Verfasser unbekannt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Di Dez 20, 2011 8:04 pm 
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Registriert: Sa Dez 26, 2009 5:44 pm
Beiträge: 1238
Vielleicht als Weihnachtsfrage: weiss jemand warum man genau am 24ten Dezember Xmas feiert?

LG

Alex

_________________
Heidelberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Mi Dez 21, 2011 4:45 am 
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Registriert: Do Jan 07, 2010 5:17 am
Beiträge: 488
Wohnort: Düsseldorf
Brauchtum - Legende - Geschichte

Nach diesem Text zu urteilen, ist der 24. Dezember nicht die Geburt Christi, sondern es wurde ein Bescherungstag eingeführt......In vielen Ländern ist ja auch erst der 25. Dezember der Bescherungstag.......Die Geburt Jesu war wohl am 06.01., wurde aber wohl aus unten genannten Gründen vorgezogen......



Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu. Wann genau vor etwa 2.000 Jahren Jesus zur Welt kam, ist nicht bekannt. Die Feier am 25. Dezember als sein Geburtsfest ist erstmals im Jahr 354 für die Stadt Rom bezeugt.
Nach dem Bericht des Evangelisten Lukas waren es Hirten, die zuerst Nachricht von der Geburt Jesu erhielten. Ihnen verkündete ein Engel: "Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren. Er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt."

Die Herbergssuche :An die Herbergssuche in Bethlehem soll dieser mittelalterliche, in den Alpentälern noch heute geübter Adventsbrauch erinnern. Eine Darstellung von Maria und Joseph wird im Dorf von Haus zu Haus getragen und jeweils für einen Tag als Gast beherbergt.
Krippenspiele: Krippenspiele und Weihnachtsspiele, früher szenischen Darstellungen des Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in Schulen und in Familien.
Viele Kirchen und Landschaften führen Jahr für Jahr ihr traditionelles Krippenspiel auf. So haben zum Beispiel in Coventry, England, die Handwerker der verschiedenen Gilden und Innungen, seit dem 14. Jhdt. jedes Jahr ein Spiel von der Geburt des Herrn aufgeführt und dabei ein spez. Weihnachtslied gesungen, welches heute noch gesungen wird.
"Ze den wihen nahten" heißt auf Hochdeutsch "zu den Heiligen Nächten".
Welch ein Zauber geht von diesen Wörtern aus, mit dem wir den Heilig Abend, eingeleitetes Fest zur Geburt Christi bezeichnen.
Der Tag der Geburt Jesu ist unbekannt! Falsch ist auf jedenfalls die Meinung, daß Christus im Jahre 0 geboren wurde! Das wahre Geburtsdatum liegt wohl einige Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung. Als Beweisgründe sei eine der häufigsten Erklärungen genannt:
Christus wurde geboren, als der röm. Stadthalter Quirinus die erste Volkszählung durchführen ließ, die von den Historikern in das Jahr 7 oder 11 vor Christi Geburt verlegt wird.
Der 25. Dez., der Tag der Sonnenwende war in vielen Kulturen ein besonders wichtiger Tag. Im vorderasiatischen Mitraskult wurde an diesem Tag die Geburt des indischen Lichtgottes gefeiert. Bei den Ägyptern wurde mit dem Isiskult die Geburt des Horus auf diesen Tag gelegt. Die Römer begingen ihre Feierlichkeiten zu Ehren des unbesiegbaren Sonnengottes Saturn, an diesem Tag. Die Germanen feierten im Norddeutschen Raum bis hinauf nach Skandinavien ihr Mittwinterfest oder Julfest, zugleich ein Toten- u. Fruchtbarkeitsfest. Um diese Feste ranken sich allerlei Geisterglauben, der sich in der Tradition, gerade in abgelegenen Gegenden z.B. in den Alpen, bis heute gehalten hat.
Da sowohl in Rom als auch das asiatische, ägyptische und römische Fest
mit großem Pomp gefeiert wurde, versuchte Papst Hyppolit bereits um 217 all diese Kulte damit zu beseitigen, dass er das Fest der Geburt Christi vom 06.01. auf den 25. Dez., verlegte. Man verwies darauf, dass schon das Alte Testament den erwarteten Erlöser als "Sonne der Gerechtigkeit" bezeichnet. Außerdem habe sich Christus selbst das "Licht der Welt" genannt, der als das "Wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet" , in diese Welt gekommen sei.

Mit der Datierung des Weihnachtsfestes auf das Fest des
"Unbesiegbaren Sonnengottes" gaben die Christen den Heiden zu verstehen: Die Sonne ist gut, und wir freuen uns ihres immer neuen Sieges nicht weniger als ihr. Aber sie hat ja keine Macht aus sich selbst, sondern sie hat nur Kraft, da Gott sie erschaffen hat. So kündet sie uns von dem wahren Licht, von Gott,
dem Schöpfer aller Dinge. Deshalb feiern wir an Weihnachten das Kommen des wahren Gottes. Den Urquell allen Lichtes, nicht aber sein Werk, die Sonne, die kraftlos wäre ohne ihn. Das ist der Sinn von Weihnachten: Es ist der Geburtstag Christi, die Wintersonnenwende der Weltgeschichte, die uns in allen
Auf- u. Niedergängen der Geschichte die Gewissheit gibt, dass die dunklen Mächte der Finsternis keine endgültige Macht besitzen.
354 Aus kalendarischen Listen von 354 geht hervor, dass in Rom das Weihnachtsfest am 25. 12. 336 offiziell gefeiert wurde durch Papst Liberius. Wieso ausgerechnet am 25. 12. ist aber bis heute unklar !!
360 bereits wurde es in Nordafrika, ca. 370 in Oberitalien, ca.
375 im Orient, 380 in Spanien gefeiert. 381 zum Dogma, Glaubenssatz, wurde es auf dem 2. Konzil von Konstantino-
pel unter Kaiser Theodosius erklärt.
Im 7. und 8. Jht. setzte sich der Brauch, das Fest am 25. Dez. zu feiern auch in Deutschland durch. 813 erklärte die Mainzer Synode diesen Tag offiziell zum "festum nativitas Christi" . Mit ihm begann damals das Kalenderjahr.
Im Verlaufe der Christianisierung der Menschheit hat das Weihnachtsfest
dann seine heutige weltweite Verbreitung gefunden.
Der christliche Weihnachtsfestkreis beginnt mit dem vierwöchigen Vorbereitungszeit des Advents und reicht in den katholischen Bereichen bis zum 6.1. (Heilig Dreikönig).
Die Griechische - Orthodox feiern die Geburt Jesu am 6.1. ,
die Armenier am 18./19. 1.,
1450 beschenkte man Kinder u.a. in Konstanz am Weihnachtsabend. Jedoch war die Bescherung oft mit dem Tag des Nikolaus verbunden. Daher brachte dieser oft Gaben, am Hl. Abend gab es dann (sehr) oft nicht´s mehr!
Bei den Evangelischen trat an die Stelle des Heiligen Nikolaus der "Heilige Christ". Luthers Kinder beschenkte noch im Jahre 1535 der Nikolaus, ein Jahrzehnt später ist daraus der Heilige Christ geworden. Seit dem wandert die Bescherung immer mehr zum Weihnachtsfest ab. Offenbar hat auch die Ausbreitung des Weihnachtsbaumbrauches dazu beigetragen, dass die Bescherung zum Weihnachtsfest abwanderte. Denn zunächst hingen die Geschenke für alle am Weihnachtsbaum oder lagen dort unter seinen Zweigen. Jedenfalls gibt es heute kleinere Geschenke zu St. Nikolaus - die eigentliche Bescherung bleibt (bis auf Niederlande, Teile Italiens...) dem Weihnachtsfest vorbehalten ist.
Heute feiern wir die Bescherung am Abend des 24.Dezember mit vielen Geschenken. Zuvor jedoch sollten wir festlich einige Weihnachtslieder gemeinsam singen .
Woher der Brauch, sich zu Weihnachten zu beschenken kommt, läßt sich auf mehrere Begebenheiten zurückführen. Die Geschenke waren ursprünglich ein Symbol für die Gaben der Weisen aus dem Morgenland . Zu Zeiten Cäsars wurden die Beamten zu Beginn eines jeden Jahres von der Bevölkerung beschenkt. Auch die Sklaven erhielten Gaben von ihren Herren. Und zum Fest der Wintersonnenwende wurde in vorchristlicher Zeit den Göttern geopfert, damit sie das Haus vor bösen Geistern schützten und für die Fruchtbarkeit der Felder sorgten.
Sie haben ihre christliche Wurzel in dem Bibelwort 'Also hat Gott die Welt geliebt', in seinem Erlösungsgeschenk an uns in Gestalt seines eingeborenen Sohnes. Ein Geschenk, das durch nichts übertroffen werden kann, nur durch den Versuch, ihm so gut wie möglich nachzufolgen. Die Weihnachtsgeschenke sind jedoch auch eine Erinnerung an die Gaben, die die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind darbrachten.
Beides soll in der Liebe weiterleben, mit der Weihnachtsgeschenke ausgetauscht werden, was schon darauf hinweist, daß es nicht um irdische Geschenke geht, sondern um Sinnbilder für die Gottes- und Nächstenliebe, die wichtiger ist als die kostbarsten Sachen. Das irdische Gegengewicht und auch der Wunsch nach gewaltigen und reichen Gaben steckt in der zweiten, in der nichtchristlichen Quelle des Gebens; der Weihnachtstermin deckt sich mit dem der Saturnalien, den römischen Feiern zu Ehren des Gottes Saturn.
Dies galt als der Jahresanfang, die römischen Beamten und Sklaven wurden mit Geschenken belohnt. Jenseits der Alpen in Germanien stellten die Dienstherren ebenfalls zum neuen Jahr neue Knechte und Mägde ein und das Gesinde wurde mit reichen Geschenken weiter verpflichtet.
Schließlich war es Sitte, die Kinder zu beschenken, was mit dem Christentum von den Perchten und Luzelfrauen auf die Heiligen überging, vor allem auf Martin und Nikolaus. Bis ins vorige Jahrhundert hinein ist vor allem den Kindern beschert worden, im Biedermeier hängte man die Geschenke in kleinen
Päckchen ganz hoch in den Baum, so daß sie die Kinder nicht vorzeitig erreichen konnten.
Wenn die frühe Christenheit vom "Anfang" der "Frohen Botschaft von Jesus Christus" sprach, so meinte sie den Beginn seines öffentlichen Wirkens. Erst später fragte die Kirche nach dem 'Ursprung Jesu in Gott', also nach seiner Geburt, seiner Kindheit und Jugend. Diese Frage wurde im Licht des Osterereignisses gestellt und beantwortet. Die dabei be- richteten Ereignisse gehören nicht mehr zur 'apostolischen Autopsie'. Sie sind Glaubenszeugnisse, Christusbekenntnisse der jungen Kirche. Dabei leitet Lukas und Matthäus nicht primär ein biographisches Interesse. Die Fachliteratur spricht von einer 'homologetischen Geschichtsschreibung' (von gr. homologeo = zusagen, zusichern,
frei heraussagen, bekennen). Dabei steht die Geburtsgeschichte Jesu zusammen mit der Tempelgeschichte im Mittelpunkt. Diese Geburt ist prophetisch angekündigt und direkt vorausgesagt, wobei das Schema: Verheißung - Erfüllung die Kindheitserzählungen strukturiert. Ein Nebenmotiv ist die Verbindung mit
den Erzählungen von der Geburt des Täufers; dabei wird primär die Zuordnung beider, erst sekundär das 'Überbietungsmotiv' deutlich.
Da in Christus die Zeit der Erfüllung und Vollendung anbricht, übernehmen die Hagiographen (Autoren der Lebensbeschreibung) die Stilmittel der Apokalyptik.
Die Engel als endzeitliche Gottesboten sind hier vor allem zu nennen. So wird das Weihnachtsevangelium gleichsam von zwei Scheinwerfern angestrahlt: Dem (im Licht milderen) der Prophetie und dem helleren, leuchtenderen der apokalytischen Erfüllung.
Im Evangelium des Lukas (in dem der größte Teil der Kindergeschichten Jesu beschrieben ist) fällt auf, mit wie kargen Worten die Geburt des Herrn beschrieben wird und wie breit der Evangelist die Verkündigung an die Hirten und deren Kommen darstellt. Matthäus er- wähnt die Geburt nur in einem Neben-
satz und wendet sich dann dem Stern der Offenbarung und dem Kommen der Magier zu. Wichtig war das Aufleuchten der Herrlichkeit Gottes, die im Kind sichtbar ist, vor den Juden und Heiden. Selbst die Weltmacht Rom (u. damit alle irdische Macht) muss in den Dienst des Kindes treten. "Es begab sich aber zu der Zeit ...")
Mit der Geburt Jesu soll verdeutlicht werden, dass dieses Kind wahrer Gott und wahrer Mensch in einer unauflöslichen Verbindung ist. Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten:
Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: In Bethlehem in Judäa, denn so steht es bei den Propheten: Du Bethlehem im Ge-
biet Juda, bist keineswegs die unbe- deutendste unter den führenden
Städten von Judäa; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist, und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mit, damit auch ich
hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter, da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrre als Gabe dar. Weil aber
im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg Heim in ihr Land.
Vor allem in katholischen Gegenden verbreiteten Bezeichnungen für den Gottesdienst in der Heiligen Nacht. In neuerer Zeit hat auch die evangelische
Kirche neue Formen der Christmesse gefunden und diese zu einem vor allem musikalischen ausgestatteten Gottesdiensten besonderer Art umgeformt. Die Bauern bezogen Tiere und Bäume in das
Brauchtum mit ein. So erhielten Tiere im Stall am Heiligen Abend Leckerbissen (Äpfel, Semmeln, Nüsse etc.). Der Landmann sprach mit den Tieren und Bäumen an diesem Abend und bekam auch oft Antwort. Heute geht oft der Bauer am Heiligen Abend durch Haus und Stall, beräuchert (mit Weihrauch) und besprengt (mit Weihwasser) all´ seine Tiere.
Zu Weihnachten Grüße zu verschicken, ist eine noch recht junge Tradition. Die erste Weihnachtskarte soll 1841 von einem schottischen Buchhändler zwecks Schaufensterdekoration ausgestellt worden sein. Erst zwei Jahre später wurden nachweislich die ersten Exemplare per Post versandt. Damals kosteten die Karten rund einen Schilling, eine Summe, für die immerhin eine kompl. Mahlzeit erhältlich gewesen wäre.

LG hope


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 Betreff des Beitrags: Re: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Mi Dez 21, 2011 7:31 am 
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Registriert: Sa Dez 26, 2009 5:44 pm
Beiträge: 1238
Danke für die ausführliche Antwort. Der Text enthält aber ein Fehler, die Sonnenwende ist am 21. Dez und nicht am 25.

Ich nehme jedoch an, dass sich einige antike Völker "verechnet" haben und die Sonnenwende tatsächlich am 24-25 gefeiert haben. Weiterhin war der Mithraskult in Rom auch sehr verbreitet (es gibt selbst in Deutschland Mithras Tempel aus der römischen Zeit), der Mithraskult zeigt immer die rituelle Tötung eines Stiers. Der Gott hatte auch am 24 Dez Geburtstag.

Da man die Sonnenwende seit "Urzeiten" feiert ist der Feiertag schon ziemlich alt (;-)

LG

Alex

_________________
Heidelberg


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 Betreff des Beitrags: Re: Weihnachtsgrüße
BeitragVerfasst: Mi Dez 21, 2011 5:48 pm 
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Registriert: Do Jan 07, 2010 5:17 am
Beiträge: 488
Wohnort: Düsseldorf
:D

Hallo Alex,

damit kenne ich mich nicht aus.....

LG hope


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